Belletristik

Literatur kann einem ganz viele, ganz unterschiedliche Dinge bieten. Für den einen ist es der Inhalt, der den Ausschlag zum Greifen zu einem bestimmten Buch gibt. Für den anderen ist es die Sprachgewandtheit des Autors, die die Lektüre zu einem Erlebnis der Güteklasse macht. Die Belletristik gehört zu der Art der Literatur, die nicht durch Fachgelehrsamkeit besticht, sondern dem Leser eine interessante, oft fiktive Geschichte bietet. Auf den Punkt gebracht ist Belletristik demnach also Unterhaltungsliteratur. Zur Belletristik zählen Romane ebenso wie Erzählungen, Kurzgeschichten oder Comics.

Die Belletristik entstand ursprünglich im 17. Jahrhundert und war ein Zwischending zwischen gelehrter Fachliteratur und den sehr vereinfachten Texten, die dem so genannten niederen und einfachen Volk als Informations- oder Unterhaltungsquelle dienten. Im Endeffekt wurde aus den französischen Vokabeln “belles“ und „lettres” das deutsche Wort “Belletristik” und damit die Rubrik für Unterhaltungsliteratur bei uns ins Leben gerufen.

Belletristik wird in der Regel nicht im Schulunterricht behandelt, da die meisten dieser Werke zu wenig von Gesellschaftsauseinandersetzungen geprägt sind und in der Regel zu viel Fiktion beinhalten, um die Situationen auf die Realität zu beziehen zu können und damit bedeutsam für den Klassenunterricht zu machen. Die “schöne Literatur” dient allein dem Entspannen und Genießen. Es gibt natürlich Klassiker, die als allgemeine Ausnahme gelten und von so gut wie jedem Kind gelesen werden

Zu den beliebtesten Belletristik-Romanen unserer Zeit gehört unter anderem die Trilogie von Philip Pullman. Mit den Büchern “Der goldene Kompass”, “Das magische Messer” und “Das Bernsteinteleskop” , in denen sich ein Mädchen in einer erdachten Zauberwelt mit aller Macht gegen das Böse stemmt, eroberte Pullman Tausende von Herzen im Rausch. Die Trilogie zählt zu der Sorte Bestseller, die man sich unter allen Umständen zulegen sollte. Der erste Roman wurde mittlerweile auch schon verfilmt.